Dieser Roman erzählt von der Freundschaft zweier ungleicher Frauen bis zum letzten Atemzug, von selbstbestimmten Sterben und der Kraft der Liebe. Seit dem Studium sind sie das „doppelte Lenchen“ und beste Freundinnen: Helena wird Ärztin und Palliativmedizinerin, Marlene Wissenschaftsjournalistin. Seit dem Studium sind sie das „doppelte Lenchen“ und beste Freundinnen: Helena wird Ärztin und Palliativmedizinerin, Marlene Wissenschaftsjournalistin. Als Marlene an einer besonders aggressiven Form von Brustkrebs erkrankt, zerstören Metastasen bereits kurz nach dem Ende der Erstbehandlung alle Hoffnungen auf Heilung. Die lebenslustige Patientin beschließt daraufhin, ihr Dasein jetzt erst recht zu genießen. Dazu gehört für sie auch die Möglichkeit, selbst bestimmen zu können, wann sie sterben will: Sollten Schmerzen oder andere Beschwerden die Qualität ihres Lebens zu stark einschränken, möchte Marlene dieses selbst beenden. Mit ihrem Wunsch nach assistiertem Suizid stürzt sie Helena, ihre beste Freundin und behandelnde Ärztin, in innere Konflikte. Gemeinsam ringen sie um die ethischen, rechtlichen und menschlichen Probleme der Suizidassistenz, die damals in Deutschland strafbar ist. In ihrem fünften Buch schreibt die Autorin Lou Bihl erneut über gesundheitspolitische Themen, die polarisieren. Das Augenzwinkern, das charakteristisch für ihren Schreibstil ist, fehlt auch hier nicht – auch bei dieser Geschichte darf zwischendurch herzhaft gelacht werden. Wer auf der Suche nach einem gesellschaftskritischen Buch ist, das zum Nachdenken anregt, wird hier fündig!